Virtuelle Abbilder in der Produktionstechnik — Schritt für Schritt

Autor: Roman Mayr

Schritt für Schritt – kompakt erläutert.

Digital Twin & Simulation ·

Digitale Zwillinge revolutionieren die Produktion

Der Einsatz von digitalen Zwillingen in der Produktion ermöglicht es, Prozesse effizienter zu gestalten und Risiken zu minimieren. Ein digitaler Zwilling ist ein virtuelles Abbild eines physischen Objekts oder Prozesses, das Echtzeit-Daten integriert, um fundierte Entscheidungen zu treffen. Für KMU kann dies den entscheidenden Unterschied in der Wettbewerbsfähigkeit ausmachen.

Nutzen und Anwendungen in der Produktion

Digitale Zwillinge bieten durch die Simulation unterschiedlicher Produktionsszenarien die Möglichkeit, bevorstehende Änderungen zu visualisieren und deren Auswirkungen zu analysieren. Beispielsweise könnte ein KMU mit moderner Holzverarbeitung durch einen digitalen Zwilling den Einsatz neuer Maschinen planen und testen, wie sich diese auf den Materialfluss auswirken, bevor sie tatsächlich angeschafft werden. Durch die detaillierte Analyse von Produktionsprozessen lassen sich Ausfallzeiten und Engpässe reduzieren.

Häufige Fehler und deren Vermeidung

Ein häufiger Fehler bei der Implementierung digitaler Zwillinge ist die Vernachlässigung der Datengenauigkeit. Unpräzise oder veraltete Daten führen zu Fehlanalysen. Die Lösung besteht darin, sicherzustellen, dass die zugrunde liegenden Daten kontinuierlich aktuell gehalten werden. Ein weiteres Missverständnis ist der Glaube, dass digitale Zwillinge ohne zusätzliche Anpassungen an bestehende Softwarelösungen funktionieren. Die Integration muss sorgfältig durchgeführt werden, um vollständige Kompatibilität zu gewährleisten. Ausserdem unterschätzen viele Unternehmen den Schulungsbedarf der Mitarbeitenden. Eine unzureichende Schulung kann die Effektivität eines digitalen Zwillings erheblich beeinträchtigen. Investitionen in gezielte Weiterbildungen sind daher unerlässlich.

Erfolgsfaktoren bei der Einführung

Die Einführung digitaler Zwillinge sollte strategisch geplant werden. Ein klar definierter Anwendungsfall, der einen realen Nutzen verspricht, ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Implementierung. Es ist wichtig, von Anfang an alle relevanten Abteilungen einzubeziehen, um ein umfassendes Verständnis und eine breite Akzeptanz zu schaffen. Fortschrittliche IT-Infrastruktur und die Unterstützung durch einen erfahrenen Partner können ebenfalls dazu beitragen, potenzielle Stolpersteine zu umgehen.

Konkrete Handlungsanleitung für den Einstieg

    Tag 1–5: Setzen Sie sich mit Ihrem Team zusammen, um einen klaren Anwendungsfall zu identifizieren, der einen direkten Nutzen bringen kann.

    Tag 6–10: Evaluieren Sie bestehende Datenquellen und verifizieren Sie die Datenqualität. Stellen Sie sicher, dass die Daten aktuell und vollständig sind.

    Tag 11–15: Wählen Sie eine geeignete Softwarelösung aus, die sich problemlos in Ihre bestehende Infrastruktur integrieren lässt. Ziehen Sie externe Expertise bei Bedarf hinzu.

    Tag 16–20: Beginnen Sie mit der Modellierung Ihres ersten digitalen Zwillings. Nutzen Sie einen Pilotbereich, um erste Simulationen durchzuführen und Erkenntnisse zu gewinnen.

    Tag 21–25: Schulen Sie Ihre Mitarbeitenden umfassend und adressieren Sie alle offenen Fragen. Sorgen Sie dafür, dass das Team die neuen Tools sicher bedienen kann.

    Tag 26–30: Evaluieren Sie die Resultate der Tests und passen Sie das System bei Bedarf an. Planen Sie die schrittweise Ausweitung auf andere Bereiche Ihrer Produktion.


Mit einem fundierten Plan und der sorgfältigen Umsetzung können digitale Zwillinge in KMU erhebliche Vorteile bringen und die Produktion nachhaltig optimieren.

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