Veränderungsprozesse gemeinsam gestalten — Change Management

Autor: Roman Mayr

Change Management – kompakt erläutert.

Change Management ·

Erfolgreiches Change Management erfordert es, die Mitarbeitenden mitzunehmen. Nur wenn die Angestellten den Wandel verstehen und unterstützen, wird er nachhaltig implementiert. In diesem Artikel beleuchten wir praxisnah, wie Mitarbeitende in den Veränderungsprozess integriert werden können, typische Fehler dabei und geben eine konkrete Handlungsanleitung für die ersten 30 Tage.

Offene Kommunikation fördern

Essentiell für den Erfolg im Change Management ist eine offene Kommunikation. Mitarbeitende sollten von Anfang an über die Beweggründe der Veränderung informiert werden. Dies steigert ihr Verständnis und ihre Akzeptanz. Ein Beispiel hierfür ist ein regionaler Anbieter von Bürobedarf, der seine Mitarbeitenden bereits in der Planungsphase regelmässig über Ziele und Fortschritte informierte. Der Informationsaustausch erfolgte durch monatliche Meetings und ein offenes Intranet. Diese Massnahmen halfen, Unsicherheiten abzubauen und das Engagement zu steigern.

Einbindung in Entscheidungsprozesse

Eine weitere Massnahme, um Mitarbeitende mitzunehmen, ist die Einbindung in Entscheidungsprozesse. Dies verstärkt das Engagement und das Gefühl der Mitverantwortung. Ein mittelständisches IT-Unternehmen aus Zürich startete eine interne Umfrage, um Feedback zu erhalten, bevor es seine Struktur anpasste. Die Rückmeldungen der Mitarbeitenden führten zu einer akzeptierten und tragfähigen Lösung.

Weiterbildung nicht vernachlässigen

Ergänzend zur Kommunikation und Einbindung ist die Qualifizierung der Mitarbeitenden ein entscheidender Faktor. Oft scheitern Veränderungen, weil die notwendige Qualifikation fehlt. Ein Handwerksbetrieb in der Ostschweiz erkannte dies frühzeitig und bot seinen Mitarbeitenden umfassende Schulungen an, als er neue Technologien einführte. Dies erleichterte den Übergang und optimierte die Nutzung der Innovationen.

Typische Fehler und Korrekturen

Häufiger Fehler ist die unzureichende Kommunikation, die zu Gerüchten und Ablehnung führt. Der richtige Weg sind regelmässige, transparente Informationsflüsse. Ein weiterer Fehler besteht darin, Entscheidungen komplett autark zu treffen, was die Akzeptanz vermindert. Mitarbeitende sollten in Workshops oder Umfragen eingebunden werden. Ein dritter Schwachpunkt ist das Ignorieren von Weiterbildungen, was die erfolgreiche Implementierung neuer Prozesse gefährdet. Gezielte Schulungsmassnahmen verhindern dies.

Handlungsanleitung für 30 Tage


    Tag 1-5: Führen Sie ein Auftaktmeeting durch, in dem die grundlegenden Ziele der Veränderung erläutert werden. Nutzen Sie visuelle Hilfsmittel, um die Notwendigkeit zu verdeutlichen.

    Tag 6-10: Planen Sie eine Umfrage oder Feedbackrunde zur Einholung der Meinung der Mitarbeitenden. Während dieser Tage wird das Feedback gesammelt und ausgewertet.

    Tag 11-15: Organisieren Sie Workshops, um gemeinsam mögliche Lösungen oder Anpassungen zu diskutieren.

    Tag 16-20: Erstellen Sie einen Kommunikationsplan, der regelmässige Updates über den Fortschritt des Projekts festlegt. Integrieren Sie verschiedene Kanäle wie Meetings, Intranet oder E-Mails.

    Tag 21-25: Identifizieren Sie Schulungsbedarfe und starten Sie die Planung entsprechender Massnahmen. Achten Sie darauf, dass mögliche Lücken rechtzeitig geschlossen werden.

    Tag 26-30: Evaluieren Sie den bisherigen Verlauf der Veränderung und passen Sie die Strategie gegebenenfalls an. Veröffentlichen Sie erste Erfolge, um Motivation und Vertrauen weiter zu stärken.


Durch bewährte Kommunikationsstrategien, die aktive Einbindung der Mitarbeitenden und gezielte Weiterbildung lassen sich solche Veränderungen im KMU-Alltag reibungsloser und erfolgreicher gestalten.

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