Erfolgsrezepte im Social Selling für KMU — Marketing & Vertrieb

Autor: Roman Mayr

Marketing & Vertrieb – kompakt erläutert.

Marketing & Vertrieb ·

Social Selling als wirksames Werkzeug im KMU

Social Selling ist längst mehr als ein Schlagwort: es ist für KMU unentbehrlich geworden, um Kundenbeziehungen über soziale Netzwerke aktiv zu gestalten. Durch gezielte Interaktionen in sozialen Medien können Verkaufsteams von KMU authentische Beziehungen aufbauen und potenzielle Kunden identifizieren, anstatt sie direkt zu umwerben.

Strategischer Einsatz von LinkedIn

LinkedIn ist das bevorzugte Netzwerk für professionelles Social Selling im B2B-Bereich. In der Praxis zeigt sich, dass KMU durch das Teilen von relevanten Fachartikeln und das aktive Kommentieren von Beiträgen in ihrer Branche an Sichtbarkeit gewinnen. Ein Beispiel: Eine IT-Agentur, die regelmässig über Trends im Technologiebereich schreibt, hat so erfolgreich neue Geschäftskontakte geknüpft. Dabei gilt: Echter Mehrwert zieht Interessierte an, plumpe Werbung nicht.

Authentischer Dialog statt Einbahnkommunikation

Interaktion ist das Herz des Social Sellings. Anstatt Kunden mit massenhaft unpersönlichen Nachrichten zu konfrontieren, gilt es, authentische Gespräche zu führen. Ein Gastro-Unternehmen, das seine Kommunikationsstrategie umstellte und direkt auf Kundenfragen und Feedback in Facebook-Kommentaren einging, konnte Engagement und Kundenloyalität deutlich steigern. Der Dialog sollte Lösungen bieten und nicht einfach Produkte verkaufen.

Datenanalyse nutzen aber nicht übertreiben

Daten helfen KMU zu verstehen, welche Inhalte bei ihrer Zielgruppe ankommen. Allerdings kann die Überanalyse von Daten zu der Illusion führen, alles messen zu können. Ein Fehler, den viele Begehen, ist, sich auf Followerzahlen zu fokussieren, anstatt auf echte Interaktionen. Stattdessen sollten KMU ihre Erfolgsmassnahmen darauf konzentrieren, wie oft zu Inhalten tatsächlich Rückmeldungen oder Anfragen erfolgen.

Vermeidung typischer Fehler

Ein häufiger Fehler ist, dass KMU zu stark auf Verkaufsbotschaften setzen und so potenzielle Kunden abschrecken. Anstelle eines Links, der direkt zum Kauf führt, sollte der Fokus auf dem Teilen von Informationen oder Einsichten liegen, die Kunden bei ihrer Entscheidungsfindung unterstützen. Ein weiterer Fehler ist, die Social-Media-Kanäle zu vernachlässigen, wodurch wertvolle Gelegenheiten ungenutzt bleiben. Regelmässiges Posten und kontinuierliches Engagement sind essentiell für den Erfolg.

Korrekturansätze für häufige Fehler

Um übertriebene Werbung zu vermeiden, sollten Inhalte im Verhältnis 80/20 stehen: 80% Mehrwert, 20% Produktinformationen. Sollten Kanäle vernachlässigt worden sein, hilft ein Content-Kalender, der das regelmässige Posten sicherstellt. Mit einer Wochenplanung kann man effizienter arbeiten und keine Gelegenheit verpassen.

14-Tage-Umsetzungsplan für effektives Social Selling


    Tag 1-3: Analyse der aktuellen Social-Media-Aktivitäten und Identifikation der besten Plattform(en) für Ihr KMU.

    Tag 4-6: Content-Kalender erstellen, inklusive Wahl der Themen, die Ihre Zielgruppe interessiert.

    Tag 7-9: Beginnen Sie mit der Erstellung von wertvollen Inhalten, die echte Mehrwerte bieten.

    Tag 10-12: Aktives Engagement: Antworten Sie auf Kommentare, führen Sie Dialoge.

    Tag 13-14: Analyse der ersten Ergebnisse und Anpassung der Strategie auf Basis der gesammelten Daten.


Durch die Implementierung dieser Schritte können KMU kundenorientierter agieren und durch Social Selling ihren Vertriebserfolg nachhaltig steigern.

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