Effiziente Einführung von Data Mesh Governance — Data Fabric & Mesh

Autor: Roman Mayr

Data Fabric & Mesh – kompakt erläutert.

Data Fabric & Mesh ·

Eine effiziente Data Mesh Governance einführen

Klein- und Mittelbetriebe in der DACH-Region, die ihre Datenverwaltung modernisieren möchten, sollten die Einführung eines Data Mesh Governance-Ansatzes ernsthaft in Betracht ziehen. Data Mesh erlaubt eine dezentrale Datenverwaltung, die dennoch gut koordiniert ist. Dies fördert eine bessere Nutzung der Daten und steigert die Innovationskraft eines Unternehmens, indem es den Datenzugang für alle relevanten Mitarbeiter vereinfacht.

Kernprinzipien der Data Mesh Governance

Data Mesh Governance basiert auf vier Hauptprinzipien: domaingetriebene Dezentralisierung, Produkdenken bei Daten, Self-Service-Infrastruktur und federführende Governance. Domaingetriebene Dezentralisierung bedeutet, dass die Verantwortung für Daten in die einzelnen Fachabteilungen verlagert wird. Dies ermöglicht eine flexiblere und schnellere Entscheidungsfindung. Produktdenken betrifft die Behandlung von Daten als Produkte, was bedeutet, dass Qualität und Bedienerfreundlichkeit der Daten im Mittelpunkt stehen. Self-Service-Infrastruktur stellt sicher, dass die User ohne Rückgriff auf technische Spezialisten auf Daten zugreifen können. Federführende Governance ermöglicht eine Rahmenordnung, die den Austausch und die Nutzung von Daten standardisiert, ohne unnötige Bürokratie.

Praxisbeispiel aus dem Alltag eines KMU

Ein mittelgrosses Unternehmen, das Haushaltsgeräte herstellt, könnte von einem Data Mesh Ansatz profitieren. Die Marketing-, Vertriebs- und Produktionsabteilung haben jeweils eigene Anforderungen und Datenstrukturen. Durch die Anwendung des Data Mesh modells kann jede Abteilung die Kontrolle über ihre Daten behalten und diese gleichzeitig im gesamten Unternehmen zugänglich machen. Die Marketingabteilung könnte so gezieltere Kampagnen fahren, indem sie auf Verkaufs- und Produktionsdaten zugreift, um Verbrauchertrends besser einzuschätzen.

Typische Fehler bei der Umsetzung und deren Korrektur

Ein häufiger Fehler besteht darin, die Dezentralisierung ohne klare Rahmensetzung zu implementieren. Dies führt oft zu einer Datenflut mit uneinheitlichen Standards. Dies lässt sich vermeiden, indem im Vorfeld ein klares Regelwerk für die Datenqualität und -standardisierung etabliert wird.

Ein weiterer Fehler ist eine unzureichende Schulung der Mitarbeiter. Eine Einführung ins Data Mesh fordert neue Kompetenzen von den Beschäftigten. Schulungsmassnahmen, die sowohl technische Aspekte als auch die Bedeutung des Data Mesh erklären, sind daher essenziell.

Massnahmenplan für die ersten 30 Tage


    Analyse der aktuellen Datenstruktur (Tag 1–5): Identifizieren Sie, welche Daten derzeit vorhanden sind, wie sie genutzt werden und welche Engpässe bestehen.

    Rahmen für Governance entwickeln (Tag 6–10): Erstellen Sie Richtlinien und Prozesse, die eine dezentrale Datenverantwortung mit einer zentralen Steuerung kombinieren.

    Technologie- und Infrastrukturbedarf ermitteln (Tag 11–15): Bestimmen Sie die technischen Ressourcen, die für den Data Mesh Ansatz benötigt werden und planen Sie deren Integration.

    Pilotprojekt in einer Abteilung starten (Tag 16–20): Wählen Sie eine Abteilung aus, um ein Pilotprojekt durchzuführen. So können Sie erste Erfahrungen sammeln und Prozesse anpassen.

    Schulung der Mitarbeiter (Tag 21–25): Entwickeln Sie ein Schulungsprogramm, um Ihre Mitarbeiter im Umgang mit den neuen Prozessen und Technologien zu schulen.

    Bewertung und Anpassung (Tag 26–30): Sammeln Sie Feedback aus dem Pilotprojekt, nehmen Sie notwendige Anpassungen vor und planen Sie die nächste Umsetzungsstufe.


Dieser strukturierte Ansatz ermöglicht es KMU, Data Mesh Governance effektiv zu implementieren und so datengetriebene Entscheidungsprozesse zu fördern.

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